Über mich

Ausbildung und Qualifikationen

Meine Ausbildung zur Mediatorin habe ich 2023 bei Consensus begonnen und im März 2024 erfolgreich abgeschlossen. Seitdem bin ich als selbständige Mediatorin tätig.

  • 25.10.2023 – 17.03.2024: Ausbildung zur zertifizierten Mediatorin nach der ZMediatAusbV
  • 07.11.2023: Die Gefühlsmonster in der Mediation
  • 27.11.2023: Wortgewalt und Herzerleben: Positive Sprachmagie in der Mediation
  • 23.02.2024: Kollegialer Austausch zum Thema Gewaltfreie Kommunikation
  • 30.05. – 05.06.2025: Vertiefungskurs; Abschluss eines 200-stündigen Ausbildungslehrgang nach dem Standard des (QVM) Qualitätsverbundes Mediation

Meine Berufung sehe ich darin zu vermitteln, wie wichtig und schön es ist gemeinsam an einem Strang zu ziehen, ein Team zu sein und gute Beziehungen zu Mitmenschen zu pflegen.

IM GRUNDE SIND ES DOCH DIE VERBINDUNGEN MIT MENSCHEN; DIE DEM LEBEN SEINEN WERT GEBEN.
Wilhelm von Humboldt

Mein Weg zur Mediatorin

Aufgewachsen bin ich in einem kleinen Dorf im Landkreis Neu-Ulm. Meine Familie war von der pädagogischen Arbeit geprägt und hat den Sport besonders geliebt. Da lag die Idee nicht fern, dass ich mich für das Lehramt entschied und an der Universität Augsburg die Fächer Englisch und Sport für das gymnasiale Lehramt studierte. Während meines Studiums habe ich viel Zeit im Ausland verbracht. Ich arbeitete für ein Jahr auf der „Isle of Wight“, einer britische Kanalinsel, als „Assistant Teacher“, studierte ein halbes Jahr „Diploma in English Studies“ an der University of Portsmouth, reiste als Sportstudentin nach Japan, um japanischen Schülern Skiunterricht zu geben. Es fühlte sich gut an, dabei so viele unterschiedliche Menschen kennenzulernen!

Nach dem Studium unterrichtete ich 25 Jahre lang an verschiedenen bayerischen Gymnasien – in Würzburg, Nürnberg, Rosenheim und zuletzt in Neusäß bei Augsburg. Schon bald wurde mir klar, dass ich meinen Traumberuf gefunden hatte. Ich fand es schon immer schön mit Menschen zu arbeiten, ihnen etwas zu vermitteln, sie zu verstehen, zu begleiten und ihnen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Ich liebte meinen Beruf. Hier hatte ich auch meine ersten Kontakte mit Mediation.

In Rosenheim, meiner ersten festen Stelle als Gymnasiallehrerin, bildete ich mehrere Jahre Schüler als Streitschlichter aus. Die Streitschlichter versuchten innerhalb der Schule Konflikte zwischen Schülern zu schlichten. Die Methode des Streitschlichtens ist der Mediation sehr ähnlich.

In Neusäß bei Augsburg, meiner letzten Stelle, war ich lange Zeit aktives Mitglied des „Anti Mobbing Teams“ Dabei versuchten wir als Lehrer über Kleinprojekte den Schülern wichtige „skills“ beizubringen, um deren Selbstvertrauen zu stärken. Wir vermittelten aber auch in Mobbingfällen, die zum täglichen Brot eines Schulalltages gehören. In beiden Tätigkeiten ging es darum, junge Menschen mit starken, teilweise lähmenden Konflikten wieder miteinander ins Gespräch zu bringen.

Im sehr persönlichen Umfeld habe ich Jahre später erfahren, wie schmerzhaft es werden kann, wenn Mediation zwar versucht wird, aber scheitert. Denn dann folgen distanzierte, missverständliche Anwaltsbriefe, unangenehme Telefonate, teure Gutachten, ein langwieriges Gerichtsverfahren – eine schreckliche, traumatisierende Zeit. Rückblickend weiß ich auch, warum die Mediation – die Chance gemeinsam eine eigene Lösung zu finden und danach dem Gegenüber noch in die Augen sehen zu können – in meinem/ unserem Fall nicht erfolgreich war:

  • Es müssen beide Parteien wollen.
  • Beide Parteien müssen Wohlwollen für die andere Person aufbringen können.

Viele Jahre habe ich seitdem als Lehrerin in Teilzeit gearbeitet und war gleichzeitig alleinerziehende Mutter von zwei Jungs. Mein Tag war komplett voll.

Ein schwerer Schicksalsschlag unterbrach im Jahre 2022 mein gewohntes Leben. Als Konsequenz konnte ich meinen Beruf als Lehrerin nicht mehr ausführen. In die Schule kann ich leider nicht mehr einsteigen. Ich musste meine Komfortzone verlassen, mich umorientieren und einen neuen Weg einschlagen.

Ich beschloss dem Raum zu geben, was mir im Leben wichtig ist.
Ich weiß inzwischen, dass…

  • ich mit Menschen arbeiten möchte.
  • das, was ich mache, für mich Sinn ergeben muss.
  • ich Menschen weiterhelfen möchte.

Um Klienten zu empfangen, habe ich zwei schöne Räume in meinem Haus hergerichet, die mir jetzt als Mediationspraxis dienen. Ich hoffe, dass die Helligkeit in diesen Räumen, das Holz und die schöne Atmosphäre Sie bei einer Lösungsfindung unterstützen.

Susanne Helmschrott, Mai 2024.